Bildrecht von Mitarbeitern: Was gilt es zu beachten?

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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit urheberrecht.de | Foto: Claudio Hirschberger – @hd24 | unsplash.com

Präsentiert sich ein Unternehmen im Internet, sind Mitarbeiterfotos dabei mittlerweile gang und gäbe. Zum einen lässt sich die Firmen-Website dadurch persönlicher gestalten, zum anderen geben die Bilder beispielsweise der sympathischen Stimme vom Telefon ein Gesicht. Doch welche rechtlichen Rahmenbedingungen gilt es bei Mitarbeiterfotos zu beachten?

MITARBEITERFOTOS UND DAS RECHT AM EIGENEN BILD

Wer Bilder von seinen Mitarbeitern in einer Brosch√ľre oder im Internet ver√∂ffentlichen m√∂chte, muss dabei die geltenden Vorschriften und Gesetze beachten. Von gro√üer Bedeutung ist dabei das Recht am eigenen Bild gem√§√ü Kunsturhebergesetz (KUG). Demnach stellt die Ver√∂ffentlichung von Foto, auf denen Personen eindeutig zu erkennen sind, einen Eingriff in das Pers√∂nlichkeitsrecht dar. Aus diesem Grund ist eine Verbreitung von solchen Abbildungen grunds√§tzlich nur mit dem Einverst√§ndnis der abgebildeten Person ‚Äď in diesem Fall dem Arbeitnehmer ‚Äď zul√§ssig.

Dar√ľber hinaus kann auch die Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) Anwendung finden. Denn prinzipiell k√∂nnen Fotos sensible personenbezogene Daten enthalten. So kann ein Schmuckst√ľck beispielsweise R√ľckschl√ľsse √ľber die religi√∂se √úberzeugung eines Menschen erm√∂glicht.

Aus diesem Grund sollten Arbeitgeber darauf bedacht sein, dass die Einwilligung f√ľr die Ver√∂ffentlichung von Mitarbeiterfotos bestimmte Anforderungen erf√ľllt.

Dazu zählen unter anderem folgende Kriterien:

Die Einwilligung wurde schriftlich vor der Veröffentlichung eingeholt
Der Mitarbeiter erhielt umfassende Informationen zum Verwendungszweck
Die Erklärung erfolgt freiwillig und eine Verweigerung hat keinerlei negative Konsequenzen
Der Arbeitnehmer wurde darauf hingewiesen, dass er die Einwilligung jederzeit widerrufen kann

WAS GILT ES BEI EINER K√úNDIGUNG ZU BEACHTEN?

K√ľndigt ein Angestellter oder wird dieser gek√ľndigt, bedeutet dies nicht automatisch auch, dass damit die Einwilligung f√ľr die Ver√∂ffentlichung von Mitarbeiterfotos erlischt. Allerdings kann es durchaus relevant sein, um was f√ľr ein Bild es sich handelt. So k√∂nnen ehemalige Mitarbeiter in der Regel darauf bestehen, dass Fotos, die einen individuellen Bezug zur dargestellten Person haben, entfernt werden. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn die Abbildung im Zusammenhang mit dem eigenen Namen und der einst bekleideten Position erscheint. Anders kann sich der Fall allerdings gestalten, wenn es sich um ein rein dekoratives Foto handelt, welches die Mitarbeiter bei ihrer Arbeit zeigt.

Wie zuvor bereits erw√§hnt, besteht grunds√§tzlich immer die M√∂glichkeit, das Einverst√§ndnis f√ľr eine Ver√∂ffentlichung von Mitarbeiterfotos zu widerrufen. Welche Bedingungen dabei gelten, h√§ngt allerdings davon auf welcher gesetzlichen Grundlage die Einwilligung erteilt wurde. So sieht das KUG einen Widerruf nur bei wichtigen Gr√ľnden vor. Zum Beispiel weil sich die pers√∂nliche Einstellung ge√§ndert hat und mit dem Bild bzw. dem Verwendungszweck nicht mehr in Einklang zu bringen ist. Gem√§√ü DSGVO l√§sst sich die Einwilligung hingegen auch ohne einen solchen Grund beenden.

WEITERF√úHRENDE INFORMATIONEN UND MUSTER-DOKUMENTE

Weitere Informationen √ľber das Urheberrecht im Internet und bei Fotos, die gesetzlichen Rahmenbedingungen f√ľr Influencer oder das Recht am eigenen Bild bietet das kostenlose Ratgeberportal urheberrecht.de

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